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NABU-Lippstadt
An dieser Flussbiegung kann man den kanalartigen Ausbau des Flusslaufs kaum erkennen. Die Böschung ist mit Steinschüttungen befestigt, der Fluss hat ein kastenartiges Profil und ist entsprechend eingetieft. Weiden und Erlengebüsch kaschieren die Situation. Eine Uferverwallung verhindert, dass bei kleineren Hochwässern die angrenzenden Felder überschwemmt werden. Die Flussaue ist vom Fluss abgekoppelt, wertvolle Feuchtlebensräume sind durch die Befestigung verloren gegangen...

Erklärtes Ziel der ehem. SPD/Grünen Landesregierung war es, die Lippe wieder mit der Flussaue zu koppeln.

Luftbild 2002

In einem ersten Großprojekt (Klostermersch und Hellinghäuser Mersch westl. von Lippstadt) wurde die Flusslandschaft erfolgreich renaturiert. Aber auch östlich der Stadt gibt es inzwischen kleinere Maßnahmen, die dem Fluss wieder Raum in der Landschaft geben und - begrenzt - Eigendynamik ermöglichen. 

In dieser Flusschleife wird eine "Abkürzung" angelegt, die die Lippe bei einem bestimmten Wasserstand durchfließt. Die Erosionskräfte werden das Ufer verändern, beim Rückgang des Wassers bleibt eine Flutmulde zurück, die als periodisaches Kleingewässer Lebensraum für Wasserinsekten und Amphibien ist. 

Luftbild 2005

Ein Stück Flussaufwärts wurden auf landeseigenen Flächen die Uferbefestigungen entfernt. Die Baumreihe rechts im Bild markiert den Verlauf des ehemaligen befestigten linken Flussufers - die ehemalige Uferböschung steht jetzt als Insel im Fluss. Die neuen Steilwände bieten Brutplätze für Eisvogel und Uferschwalben. Weiter Maßnahmen dieser Größenordnung werden in den kommenden Jahren folgen, so die zuständige Abteilung der Bez.Reg. in Lippstadt. 

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