Button_Home NABU-Lippstadt      Avifauna-Monitoring  NSG-Zachariassee

Naturfreunden und sachkundigen Ornithologen bietet der Zachariassee immer wieder Überraschungen. Nichts scheint hier unmöglich. Ein Fernglas und viel Geduld sind allerdings Voraussetzung für interessante Begegnungen. 

Mehr Informationen zur Avifauna im NSG 

bisher beobachtete Vogelarten 

Zahlen und Fakten zur Avifauna

Der Kormoran - ein reizender Vogel...

Die wichtigsten Gründe für die Artenvielfalt sind:

  • Minimale Störungen im  Uferbereich

  • Keine Wasservogeljagd

  • Kein Angelsport

  • Keine Rundwanderwege

    

Der Zachariassee ist einer von rd.180 Wasservogel - Zählgebieten in NRW. Die Daten werden jährlich landesweit zusammengefasst und ergeben so ein gutes Bild über die Bestandssituation. Darüber hinaus beteiligen wir uns an weiteren Monitoring -Programmen wie Wiesenvogel- Kartierungen und landesweite Kormoranzählung und steuern  Beobachtungsdaten für Sammelberichte bei. 

Im Winter und beim Frühjahrszug kann man am Zachariassee zahlreiche Entenarten beobachten. Im Winter rasten hier mitunter über 2500 von ihnen. Die hohen Überwinterungszahlen machen den Zachariassee zu einem Schutzgebiet mit landesweiter Bedeutung. Neben den zahlreich Enten kommen regelmäßig Taucher, Säger und Gänse vor.  Insgesamt wurden bisher über 200 Vogelarten im Schutzgebiet registriert, darunter Seltenheiten wie Drosselrohrsänger (Bruterfolg 1999), Braunsichler, Löffler, Seeadler, Raubseeschwalbe, Zwergseeschwalbe, Purpurreiher, Wiedehopf u.a.

Zahlen und Fakten zum Wasservogelbestand im NSG
Vom Zachariassee liegen seit 1989  erste sichere Beobachtungsdaten vor. Seit 1991 werden regelmäßig die Bestände der Wasservögel und die durchziehenden Limikolen erfasst. Die folgenden Diagramme zeigen die Durchschnittswerte der Beobachtungsergebnisse über einen Zeitraum von rd. 10 Jahren im Jahresverlauf. Minima und Maxima sind jeweils in die Balken eingetragen.

Die Zahl der Enten ist im 
Winterhalbjahr stark von der 
Dauer der Vereisung abhängig:
Beispiel Stockenten: 
Jan. ´96 (31 Tage Eis): 8200 Enten
Jan. ´98 ( 3 Tage Eis): 1000 Enten


Seit einigen Jahren gehört die Reiherente zu den Brutvögeln am Zachariassee. Zu ihrer Nahrung gehören vor allem im Winter die Wandermuscheln, deren Kolonien mittlerweile alle festen Gegenstände im Wasser überziehen. 


Während des Frühjahrszuges ist die Artendiversität bei den Enten am größten. Pfeif- und Krick- und Schnatterenten kann man dann bei der Balz beobachten. Für die Knäckente liegt für  2002 erstmals am Zachariassee ein Brutnachweis vor.  


Die Zahl der Graugänse steigt im Frühsommer zur Mauserzeit. Die Gänse grasen auf den umliegenden Weiden und im Getreide. Die Landwirte drängen massiv auf eine Bejagung im Winter. Die dadurch eintretende Störung der rastenden Wasservögel widerspricht allerdings dem Schutzziel des NSG.


Die Flachufer und Schlammflächen locken während der Zugzeit immer wieder Limikolen an den ehem. Baggersee. In die Darstellung sind folgende Arten aufgenommen:

-Kampfläufer
-Sichelstrandläufer
-Alpenstrandläufer
-Zwergstrandläufer
-Flussuferläufer
-Sanderling
-Flussregenpfeifer
-Sandregenpfeifer


Beobachter: T.Laumeier, R.Lodenkemper, P.Hoffmann, sowie Mitteilungen von Mitarbeitern der ABU und weiteren sachkundigen Beobachtern.  

Die Weiterverwendung der Daten ist ohne Genehmigung des NABU-Lippstadt nicht gestattet!

 

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